Salbei trocknen

Apr. 20 2018

Salbei gehört zu den aromatischsten Kräutern in Küche und Hausapotheke. Die Gewürz- und Heilpflanze mit den leicht pelzigen Blättern tauchte schon vor Tausenden von Jahren in den Kräuterbüchern Heilkundiger auf. Der Name Salbei leitet sich nicht umsonst vom lateinischen „salvare“ – zu deutsch heilen ab. Das Kraut galt in vielen Kulturen als wahres Wundermittel, das bei einer Vielzahl von Gebrechen Linderung versprach. Noch heute gilt Salbei als bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen und Heiserkeit. Das ist vor allen Dingen seinem hohen Gehalt an ätherischen Ölen zu verdanken, die es beim Salbei Trocknen einzufangen und zu bewahren gilt. Wir zeigen dir, wie das am besten geht und was du dabei beachten musst.

Wichtig: der richtige Zeitpunkt zum Ernten

Salbeipflanze und Salbeiblätter

Salbei ist ein typisches sonnenverwöhntes Kind des Südens – kann aber an einem geschützten Plätzchen auch in unseren Gärten gedeihen. Erntezeit für Salbei ist in unseren Breiten der Hochsommer. Beobachte die Pflanzen täglich und warte ab, bis der Salbei beginnt, kleine Blütenknospen zu bilden. Spätestens dann ist die ideale Zeit für die Ernte gekommen. Denn jetzt besitzt Salbei die höchste Konzentration an ätherischen Ölen, die so entscheidend für Heilkraft und Aroma sind. Während und nach der Blüte ist der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen dagegen deutlich geringer. Die ideale Tageszeit zum Ernten ist der späte Vormittag, bevor die größte Mittagshitze beginnt. Am besten schneidest du die Salbeistängel mit einer Schere, die glatte Schnittkanten hinterlässt.

Wächst der Salbei im Freien in deinem Garten, solltest du ihn vor dem Trocknen kurz mit klarem Wasser abspülen und vorsichtig mit einem Tuch trocken tupfen. Achte darauf, die Blätter dabei nicht zu verletzen. Jetzt kannst du den frisch geernteten Salbei trocknen.

Salbei trocknen – so geht’s

Salbei sollte möglichst unmittelbar nach der Ernte getrocknet werden – so bleiben die ätherischen Öle am besten erhalten und der Salbei entfaltet auch getrocknet sein volles würziges Aroma. Da Salbei im Hochsommer geerntet wird, lässt sich das aromatische Gewürzkraut auch gut in kleinen Bündeln aufgehängt an der Luft trocknen. Allerdings geht bei dieser Methode auch einiges an wertvollen Vitalstoffen verloren, da der Trockenprozess mehrere Tage in Anspruch nimmt. Ein besseres Ergebnis ist mit einem Dörrgerät zu erzielen – hier dauert Salbei trocknen lediglich 2 – 4 Stunden. Dabei bleiben alle essenziellen Aromastoffe, ätherischen Öle und Mineralien in vollem Umfang erhalten.

Zum Salbei Trocknen eignet sich am besten ein Dörrautomat, dessen Temperaturbereich schon bei 30 ° – 35 ° C beginnt. Denn Kräuter sollten möglichst schonend getrocknet werden, um die ganze Kräuterkraft zu entwickeln.

Salbei trocknen im Dörrgerät

Jetzt legst du die Salbeiblätter sorgfältig nebeneinander (nicht übereinander!) auf die Trockenroste des Dörrgeräts und wählst eine Temperatur von etwa 30 ° – 40 ° C. Besitzt dein Dörrautomat eine Zeitschaltuhr, stellst du sie auf 2 – 3 Stunden ein. Nach Ablauf dieser Zeit überprüfst du, ob der Trocknungsprozess abgeschlossen ist. Denn die Kräuter sollten nicht länger als nötig gedörrt werden. Der optimale Dörrzustand ist erreicht, wenn die Blätter bei Berührung leicht rascheln. Jetzt kannst du deinen selbst getrockneten Salbei in luftdichte Gläser füllen und an einem Ort verwahren, wo die Kräuter nicht nur vor Sonneneinstrahlung, sondern auch am besten vor Licht geschützt sind. So bleibt das Aroma für viele Monate erhalten.

Wichtig: Bevor der getrocknete Salbei in den Gläsern verschwindet, muss er vollständig ausgekühlt sein – sonst bildet sich Feuchtigkeit durch Kondensieren.

Getrockneter Salbei – vielseitig verwendbar und supergesund

Getrockneter Salbei darf in keiner Küche fehlen. Das Sonnen liebende Kraut aus dem Mittelmeerraum passt hervorragend zu Fleischgerichten – besonders Schmorgerichte mit Schwein oder Geflügel profitieren enorm davon. Ob in Sahnesoße für Gnocchi, zu Spaghetti mit Kürbissoße oder im Pilzrisotto – Salbei bringt Abwechslung in den Küchenalltag und verleiht vielen Speisen einen mediterranen Touch. Einfach mal ausprobieren!

Natürlich gehört Salbei auch in deine Kräuterapotheke. Salbei zeichnet sich durch großen Reichtum an ätherischen Ölen, Mineralien wie Eisen und Magnesium und vielfältigen Gerbstoffen aus. Seine heilende Wirkung entfaltet Salbei nicht nur als Tee, sondern auch äußerlich als Kompresse. Salbei wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Kein Wunder, dass das Kraut bei vielerlei Wehwehchen Linderung verspricht. Salbei ist nicht nur ein probates Hausmittel bei Entzündungen in Mund, Hals und Rachen – er wirkt auch als Tee wohltuend bei Sodbrennen und Verdauungsstörungen. Es lohnt sich also, das mediterrane Kraut getrocknet und auch frisch in deine ganz persönliche Hausapotheke aufzunehmen!

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