Apfelchips

Noch nie Apfelchips gegessen? Dann wird es allerhöchste Zeit! Denn die verlockende Knabberei schmeckt nicht nur köstlich, sie ist auch überaus gesund. Apfelchips haben jede Menge wertvolle Vitamine und steuern, im Gegensatz zu Kartoffelchips, kaum Fett bei. Der ideale Snack für gesundheitsbewusste Menschen! Das Beste daran: Du kannst Apfelchips ganz einfach selbst machen. Wir zeigen dir, wie du Äpfel in eine knackige Leckerei verwandelst und auf was du dabei achten musst.

 

Warum selbst Apfelchips herstellen?

Gesundheitsbewusste Ernährung liegt voll im Trend – das hat auch die Lebensmittelindustrie erkannt. Kein Wunder also, dass sich viele Hersteller auf diesem boomenden Markt tummeln und Apfelchips in allen Variationen anbieten. Doch so gesund wie in der Werbung angepriesen sind die meisten Produkte leider nicht. Das hat vor allem mit einer ganzen Palette von Zusatzstoffen und Konservierungsstoffen zu tun, die oftmals darin zu finden sind. Ist man sich dessen bewusst, trübt das den Genuss ganz erheblich. Warum also zweifelhafte Substanzen zu uns nehmen, wenn wir naturbelassene Apfelchips selbst herstellen können?

Apfelchips selber machen

Inhalt

Äpfel – Garant für ein gesundes Leben

Äpfel gehören zweifellos zu den gesündesten Obstsorten. Die Liste der gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe ist lang. Ganze 30 Vitamine und Spurenelemente trägt ein Apfel unter seiner Schale. Abgesehen von so wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium und Eisen enthalten Äpfel Niacin und wertvolle Folsäure. Also nicht verwunderlich, dass das bereits im 19. Jahrhundert in England geprägte Sprichwort «an apple a day keeps the doctor away» heute immer noch Gültigkeit hat. Denn wer jeden Tag einen Apfel isst, tut in der Tat viel für seine Gesundheit. Das gilt nicht nur für frische, sondern auch für gedörrte Äpfel. Bei schonender Trocknung weisen Apfelringe und Apfelchips dieselbe Menge an lebenswichtigen Vitalstoffen wie ein frisch gepflückter Apfel auf. Lediglich das hitzeempfindliche Vitamin C und Folsäure bleiben nicht in vollem Umfang erhalten. Gedörrte Apfelchips bringen außerdem mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt die Verdauung in Schwung. Geschnitten und gedörrt wird Apfel zur verführerischen Knabberei aus 100 % Obst und 0 % Zusatzstoffen. Du wirst sehen – der fruchtige Knabberspaß macht Lust auf mehr!

Welche Äpfel sind geeignet?

Es ist immer wieder zu lesen, dass diese oder jene Apfelsorten besonders gut für Apfelchips geeignet seien. Grundsätzlich lassen sich aber aus allen Sorten Apfelchips herstellen. Für welche Apfelsorte du dich entscheidest, hängt letztlich nur von deinem Geschmack ab. Wenn du es lieber säuerlich magst, sind Boskop oder Granny Smith deine Favoriten. Boskop, Jonagold oder Elstar sind ein süßsaures Vergnügen während Royal Gala, Jonagold oder Fuji ihre ganze Süße in die Waagschale werfen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wähl einfach den Apfel, der dir auch frisch am besten schmeckt.

Äpfel zum Dörren als Chips vorbereiten

Zum Dörren solltest du nur Früchte ohne Druckstellen auswählen. Nicht vergessen, die Äpfel vor der Verarbeitung gründlich zu waschen und trocken zu reiben! Für Apfelchips brauchst du möglichst gleichmäßig dünne Scheiben aus der ganzen Frucht. Das geht am leichtesten, wenn du zuvor das Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher entfernst und den Apfel in Scheiben hobelst. Beachten: Je dünner die Scheiben, desto krosser die Apfelchips. Besonders bei saftigen Apfelsorten vor dem Dörren alle Apfelscheiben trocken tupfen – so verkürzt sich die Dörrzeit. Manche ziehen es dagegen vor, die Äpfel mit Zitronensaft zu beträufeln, um ein Braunwerden zu verhindern. Das verändert jedoch das natürliche Aroma des Apfels.

Apfelscheiben dörren

Jetzt geht es ab in den Backofen oder in den Dörrautomaten. Möchtest du öfter Apfelchips herstellen, ist ein Dörrgerät empfehlenswert. Zwar gelingen Apfelchips auch im Backofen, doch ist die Dörrzeit länger und der Energieaufwand sehr hoch. Da der Backofen während des Dörrvorgangs immer einen Spalt geöffnet sein muss, entweicht ein Großteil der Hitze ungenutzt.

Das Trocknen im Dörrgerät ist einfach und unkompliziert. Die Apfelscheiben auf den einzelnen Dörretagen auslegen, entsprechende Temperatur einstellen und los geht’s. Wenn du deine Apfelchips knackig kross magst, wähle eine Temperatur von 65 – 70 ° C. Sollen sie dagegen eher elastisch weich werden, reichen 45 – 50 ° C aus. Nach einer Stunde Dörrzeit kannst du schon mal die Konsistenz prüfen. Spätestens nach 2,5 Stunden sind deine Apfelchips fertig und können verkostet werden.

Sind die Apfelchips vollständig ausgekühlt, wandern sie am besten in eine luftdichte Box, wo sie – wenn sie nicht vorher aufgegessen wurden – für Monate haltbar sind.