Dörrtabelle: Dörrzeiten und Temperaturen für alles, was du dörren willst

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Kurz gesagt: Als Faustregel dörrst du Kräuter bei 35–40 °C, Pilze bei 45–50 °C, Obst und Gemüse bei 50–60 °C und Fleisch bei 70 °C. Die Dauer liegt meist zwischen 4 und 12 Stunden. Sie hängt vor allem von der Scheibendicke (ideal 3–5 mm) und vom Wassergehalt ab.

Mit KI zusammenfassen: ChatGPTPerplexityClaudeGrok
Haufen getrockneter, dünn geschnittener Fruchtscheiben mit hellem Rand und orangefarbenem Fruchtfleisch
Foto: Fumikas Sagisavas, CC0

Dörrtabelle: alle Lebensmittel

LebensmittelTemperaturDauerVorbereitungFertig, wenn …
Äpfel55–60 °C6–10 Std.entkernen, 3–5 mm Ringe, kurz in Zitronenwasserledrig-biegsam, Chips brechen
Bananen55–60 °C8–12 Std.schälen, 5 mm Scheibenzäh, innen ohne Feuchte
Birnen55–60 °C8–14 Std.entkernen, 5 mm Spalten, Zitronenwasserledrig, nicht klebrig
Erdbeeren55 °C8–12 Std.halbieren oder 5 mm Scheibentrocken, leicht biegsam
Mango55–60 °C8–12 Std.schälen, 5 mm Streifenledrig, nicht klebrig
Ananas55–60 °C10–16 Std.schälen, 5–8 mm Scheibenzäh-biegsam
Kiwi55–60 °C8–12 Std.schälen, 5 mm Scheibenledrig
Orangen55–60 °C8–12 Std.mit Schale, 4–5 mm ScheibenFruchtfleisch hart, Schale fest
Pflaumen/Zwetschgen60 °C16–24 Std.halbieren, entsteinen, Haut nach untenledrig, innen nicht nass
Aprikosen55–60 °C12–20 Std.halbieren, entsteinenledrig, biegsam
Feigen55–60 °C10–20 Std.halbieren, Schnittfläche nach obenzäh, nicht klebrig
Hagebutten50 °C10–15 Std.halbieren, Kerne entfernenhart und spröde
Tomaten55–60 °C8–14 Std.halbieren, entkernen, leicht salzenledrig, ohne Feuchte
Zucchini50–55 °C6–10 Std.3 mm Scheiben, würzenknusprig
Grünkohl45–50 °C4–6 Std.Strunk weg, mit wenig Öl massierenknusprig, zerbröselt
Rote Bete50–55 °C8–12 Std.schälen, 2–3 mm Scheibenknusprig
Paprika50–55 °C8–12 Std.entkernen, Streifenhart, spröde
Chili50 °C8–14 Std.ganz oder halbiertrascheln, brechen
Zwiebeln50–55 °C8–12 Std.Ringe oder Würfelspröde
Karotten50–55 °C8–12 Std.2–3 mm Scheiben, kurz blanchierenhart
Salbei35–40 °C2–4 Std.ganze BlätterBlätter rascheln, brechen
Rosmarin35–40 °C3–5 Std.ganze ZweigeNadeln lösen sich, brechen
Thymian, Oregano35–40 °C2–4 Std.ganze ZweigeBlättchen rieseln ab
Minze, Melisse35 °C2–4 Std.Blätter abzupfenrascheln
Basilikum35 °C3–6 Std.Blätter einzelnspröde, dunkelgrün
Steinpilze45–50 °C4–8 Std.trocken putzen, 5 mm Scheibenlederartig bis spröde
Champignons45–50 °C4–8 Std.5 mm Scheibenspröde
Beef Jerky70 °C4–8 Std.magere Oberschale, 4–5 mm gegen die Faser, marinierenbiegt sich und reißt, bricht nicht
BiltongLuft oder 35–40 °C3–7 Tage / 24–48 Std.Streifen 2 cm dick, Essig-Gewürz-Beizeaußen fest, innen je nach Geschmack
Fruchtleder55–60 °C6–10 Std.Püree 4–5 mm dünn auf Dörrfolienicht mehr klebrig, löst sich
Hundesnacks (Fleisch)70 °C6–10 Std.mager, dünn, ohne Gewürzehart, trocken
Walnüsse35–40 °C24–48 Std.grüne Schale ab, in der SchaleKern bricht knackig
Kürbiskerne40–50 °C6–12 Std.Fruchtfleisch abwaschen, trockentupfenSchale knackt

Fazit der Tabelle: Kräuter brauchen am wenigsten Wärme (35–40 °C), Obst und Gemüse die mittlere Stufe (50–60 °C) und Fleisch die höchste (ab 68–70 °C). Die Zeit hängt vor allem von Scheibendicke und Wassergehalt ab.

Woher die Werte kommen: Die Tabelle fasst meine eigenen Dörrwerte zusammen und gleicht sie mit Herstellerangaben gängiger Dörrautomaten ab. Bei Fleisch gilt die Empfehlung des USDA (71 °C Kerntemperatur).

  • eigene Dörrpraxis
  • Bedienungsanleitungen gängiger Geräte
  • USDA für Fleisch

Richtwerte für Umluft-Dörrautomaten. Im Backofen meist 10–20 °C mehr und etwas kürzer.

So liest du die Dörrtabelle

Temperatur
Einstellung am Gerät. Unter 42 °C bleibt Rohkostqualität erhalten, dauert aber länger.
Dauer
Die Dörrautomat-Zeiten gelten für 3–5 mm dicke Stücke. Dünner geht schneller, saftiger dauert länger.
Vorbereitung
Was vor dem Dörren passieren sollte, z. B. Zitronenwasser gegen Braunwerden.
Fertig, wenn …
Die Garprobe. Immer erst nach dem Abkühlen beurteilen, warm wirkt alles weicher.

5 Dinge, die die Dörrzeiten verändern

  • Scheibendicke: 2 mm statt 5 mm halbiert die Zeit fast
  • Wassergehalt: Erdbeeren und Tomaten brauchen länger als Äpfel
  • Beladung: volle Gitter brauchen länger als halbleere
  • Bauart: bei Etagen-Geräten trocknet unten schneller, Etagen tauschen
  • Luftfeuchtigkeit: im feuchten Keller dauert es länger als in der Wohnung

Konditionieren: der Schritt, den viele vergessen

Nach dem Dörren sind manche Stücke trockener als andere. Füll alles abgekühlt locker in ein Glas und schüttle es eine Woche lang täglich. Die Restfeuchte verteilt sich gleichmäßig.

Bildet sich Kondenswasser am Glas, muss das Dörrgut zurück in den Automaten. So vermeidest du Schimmel im Vorrat.

Dörrautomat Temperatur Tabelle nach Lebensmittelgruppen

Marktstand mit Kürbis, Bohnen, Karotten, Zwiebeln, Bananen, Knollen und Frühlingszwiebeln auf einem Tisch
Frisches Obst und Gemüse in bunter Vielfalt. Foto: Invertzoo, CC BY-SA 4.0

Wenn du dir nur eine Zeile merken willst: Je empfindlicher das Aroma, desto niedriger die Temperatur. Je riskanter der Keim, desto höher.

Diese kompakte Übersicht ergänzt die große Tabelle oben und erklärt, warum jede Gruppe ihren eigenen Bereich hat.

GruppeTemperaturTypische DauerWarum genau dieser Bereich
Obst50–60 °C6–12 hÜber 65 °C karamellisiert der Fruchtzucker, die Scheiben werden dunkel und glasig hart
Gemüse50–60 °C6–10 hFestes Gewebe verträgt Wärme gut, nur Zwiebeln und Knoblauch mögen es milder
Kräuter35–40 °C2–5 hÄtherische Öle verdampfen schon bei milder Hitze, mit ihnen geht das Aroma
Pilze45–50 °C4–8 hZu viel Hitze versiegelt die Oberfläche, innen bleibt Restfeuchte sitzen
Fleisch, Jerky70–75 °C4–8 hKeimsicherheit, das USDA nennt 71 °C Kerntemperatur
Fisch60–70 °C6–10 hEiweiß und Fett brauchen Hitze, sonst wird es schnell streng im Geschmack
Nüsse, Kerne40–45 °C8–14 hHoher Fettanteil, bei Hitze wird das Öl schneller ranzig

Fazit der Tabelle: Zwischen Kräutern und Jerky liegen gut 35 °C Unterschied, deshalb lohnt ein Gerät mit großem Regelbereich.

Warum jede Gruppe ihre eigene Temperatur braucht

Obst dörren: Temperatur 50 bis 60 °C

Obst besteht je nach Sorte aus 80 bis 90 Prozent Wasser und bringt viel Zucker mit. Bei 55 °C zieht das Wasser gleichmäßig nach außen, die Scheibe bleibt biegsam. Drehst du auf 70 °C, trocknet die Oberfläche schneller als der Kern nachliefern kann. Dann entsteht eine zähe Hülle und innen bleibt es feucht. Genau dort beginnt später der Schimmel. Bei dünnen Apfelringen von 3 mm reichen 6 bis 8 Stunden, Pflaumenhälften brauchen bis zu 20 Stunden.

Gemüse dörren: Temperatur 50 bis 60 °C, Zwiebeln eher 40 °C

Gemüse hat weniger Zucker, verträgt die Wärme also besser und darf im oberen Bereich laufen. Karotten, Sellerie und Paprika für Suppengemüse gehen bei 55 bis 60 °C in 6 bis 8 Stunden durch. Tomaten dauern wegen ihres Saftanteils 10 bis 14 Stunden. Zwiebeln, Lauch und Knoblauch stellst du besser auf 40 bis 45 °C, sonst wird der Geschmack scharf und leicht bitter. Der Geruch verteilt sich dabei trotzdem in der Wohnung.

Kräuter: 35 bis 40 °C, lieber weniger

Kräuter leben vom ätherischen Öl, und das ist flüchtig. Bei 35 °C sind Petersilie, Minze und Basilikum nach 2 bis 4 Stunden trocken und rascheln beim Anfassen. Sie behalten dabei ihre Farbe. Alles über 45 °C kostet dich Aroma, das Kraut wird blass und riecht kaum noch. Mein Fehler am Anfang war, Kräuter einfach mit dem Obst mitlaufen zu lassen. Heute dörre ich sie separat, es dauert ohnehin nur wenige Stunden.

Pilze: 45 bis 50 °C für den vollen Geschmack

Pilze haben eine schwammige Struktur und geben Wasser bereitwillig ab. 50 °C reichen völlig, mehr bringt keine Zeitersparnis, sondern nur Einbußen beim nussigen Aroma. Wichtig: Nur sicher bestimmte Pilze trocknen, im Zweifel zur Pilzberatung. Dicke Steinpilzscheiben brauchen 6 bis 8 Stunden, dünn geschnittene Champignons sind nach 4 Stunden durch.

Fleisch und Jerky: 70 °C aus Sicherheitsgründen

Hier geht es nicht um Aroma, sondern um Sicherheit. Rohes Fleisch kann Keime wie Salmonellen oder E. coli tragen, und die überleben niedrige Dörrtemperaturen. Das USDA empfiehlt 71 °C Kerntemperatur. Du erreichst sie durch Dörren bei 70 bis 75 °C oder durch kurzes Vorgaren im Ofen. Danach darfst du bei niedrigerer Temperatur fertigtrocknen.

Nüsse und Kerne: 40 bis 45 °C wegen des Fetts

Walnüsse, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne haben 50 bis 70 Prozent Fettanteil. Fett verträgt längere Hitze schlecht, es oxidiert und schmeckt dann ranzig. Bei 40 °C und 10 bis 14 Stunden bleibt der Geschmack frisch. Eingeweichte Nüsse, die sogenannten activated nuts, trocknest du aus demselben Grund unter 42 °C.

Wie lange dörren? Der Zuschnitt entscheidet mehr als die Zeitangabe

Vorweg eine ehrliche Antwort: Jede Zeitangabe ist ein Richtwert und hängt stark von deinem Zuschnitt ab. Zwei Millimeter Unterschied in der Scheibendicke verschieben die Dauer um Stunden.

  • 2–3 mm: Chips, knusprig, oft schon nach 4–6 Stunden fertig
  • 4–5 mm: der Allrounder, ledrig-biegsam, 6–10 Stunden
  • halbierte Früchte: Pflaumen, Aprikosen, Feigen, 12–24 Stunden
  • Würfel für Suppengemüse: 5 mm Kantenlänge, 6–8 Stunden
  • ganze Beeren: Haut anritzen oder halbieren, sonst dauert es sehr lange

Plane lieber ein bis zwei Stunden Puffer ein und prüfe zwischendurch. Zu trocken ist ärgerlich, zu feucht ist gefährlich.

Mein Tipp: Leg eine Scheibe als Testexemplar auf ein eigenes Gitter. Die kannst du rausnehmen, abkühlen lassen und anschneiden, ohne den Rest zu stören.

Vorbehandeln: Blanchieren, Zitronenwasser und warum ich nicht schwefle

Gegarte grüne Lauchzwiebeln mit weißen Zwiebelknollen in Flüssigkeit, daneben Gabeln und ein kleiner Topf
Gemüse wird vor dem Trocknen kurz in heißem Wasser blanchiert. Foto: PattayaPatrol, CC BY-SA 4.0
Blanchieren
Für Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Karotten und Mais. 2 bis 4 Minuten ins kochende Wasser, dann in Eiswasser abschrecken. Das stoppt Enzyme, erhält Farbe und verkürzt später das Einweichen. Pflicht ist es nicht, aber der Unterschied ist sichtbar.
Zitronenwasser
Saft einer Zitrone auf einen Liter Wasser, Apfel-, Birnen- oder Bananenscheiben 3 bis 5 Minuten einlegen, abtropfen lassen. Die Ascorbinsäure bremst das Braunwerden. Schmecken tut man es bei kurzer Einlegezeit kaum.
Salzwasser
Zwei Esslöffel Salz auf einen Liter, Alternative für Gemüse und Pilze, wenn du den sauren Ton nicht willst. Vorsicht bei Obst, das schmeckt dann auch nach Salz.
Einstechen oder Häuten
Pflaumen, Kirschen und Weintrauben haben eine Wachsschicht. Kurz in kochendes Wasser tauchen oder die Haut anritzen, sonst trocknen sie innen kaum.
Schwefeln
Industrie-Standard für helle Trockenaprikosen, zu Hause empfehle ich es nicht. Sulfite können bei empfindlichen Menschen Reaktionen auslösen. Der Umgang mit Schwefeldioxid gehört zudem nicht in die Küche. Braune Aprikosen schmecken genauso gut, sie sehen nur weniger hell aus als Ware aus dem Supermarkt.

Rohkost: unter 42 °C dörren, lohnt das?

In der Rohkostküche gilt 42 °C als Grenze, bei der Enzyme und hitzeempfindliche Vitamine weitgehend erhalten bleiben sollen. Wissenschaftlich ist die Zahl eher ein Richtwert als ein Naturgesetz. Vitamin C und einige B-Vitamine reagieren aber tatsächlich empfindlich auf Wärme und lange Trocknungszeiten.

Praktisch heißt das: Du stellst 40 °C ein und rechnest mit etwa der doppelten Dauer. Apfelringe brauchen dann 12 bis 16 statt 7 Stunden, Fruchtleder gern 18 Stunden.

Wichtig ist eine kräftige Luftbewegung. Bei niedriger Temperatur transportiert nur der Luftstrom die Feuchtigkeit weg. Bei einem Gerät mit schwachem Lüfter bleibt das Dörrgut schnell zu feucht. Fleisch und Fisch gehören nie in diesen Bereich.

Mein Tipp: Lass die Tür beziehungsweise den Deckel in den ersten 30 Minuten einmal kurz offen, damit die Startfeuchte abzieht. Danach läuft es ruhiger.

Backofen statt Dörrautomat: so rechnest du die Werte um

Im Backofen zirkuliert die Luft schlechter und entweicht kaum, deshalb brauchst du dort mehr Temperatur und eine offene Tür. Ein Holzlöffel oder Korken im Türspalt reicht, damit die Feuchtigkeit raus kann.

DörrautomatBackofen mit UmluftDauer im OfenWorauf du achtest
35–40 °C (Kräuter)50 °C, Tür einen Spalt offenetwa die HälfteViele Öfen regeln erst ab 50 °C, Kräuter dann lieber luftig an der Schnur trocknen
45–50 °C (Pilze)50–60 °Crund zwei DrittelGitter statt Blech verwenden, sonst zieht es von unten keine Luft
50–60 °C (Obst, Gemüse)60–70 °Crund zwei DrittelNach der Hälfte Bleche tauschen und Stücke wenden
70 °C (Fleisch)70–80 °Cähnlich bis kürzerKerntemperatur mit dem Thermometer prüfen, nicht nach Uhr gehen

Fazit der Tabelle: Im Backofen gilt grob: 10 bis 20 °C mehr einstellen, Tür offen lassen und etwa ein Drittel weniger Zeit rechnen.

Der Stromverbrauch ist der eigentliche Nachteil. Ein Backofen verbraucht über acht Stunden ein Vielfaches eines Dörrautomaten. Deshalb lohnt der Ofen vor allem für kleine Mengen oder den ersten Test.

Unsere Empfehlung

  • Du willst Vitamine und Rohkost? Bleib unter 42 °C und plane mehr Zeit ein.
  • Du willst knusprige Chips? Dünner schneiden (2–3 mm), nicht heißer machen.
  • Du machst Fleisch oder Jerky? Immer 70 °C, ohne Ausnahme.
  • Du bist unsicher, ob es fertig ist? Abkühlen lassen, aufschneiden: Tritt keine Feuchtigkeit aus, passt es.

Passendes Gerät

Der passende Dörrautomat

Ein Gerät mit 35–75 °C deckt die ganze Tabelle ab.

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Begriffe zum Thema

Häufige Fragen

Bei welcher Temperatur dörrt man im Dörrautomaten?

Kräuter bei 35 bis 40 °C, Pilze bei 45 bis 50 °C, Obst und Gemüse bei 50 bis 60 °C und Fleisch bei 70 °C.

Wie lange muss man im Dörrautomaten dörren?

Meist 4 bis 12 Stunden. Kräuter brauchen 2 bis 5 Stunden, saftiges Obst wie Pflaumen bis zu 24 Stunden.

Woran erkenne ich, dass Obst fertig gedörrt ist?

Es ist ledrig-biegsam, klebt nicht und beim Durchschneiden tritt keine Feuchtigkeit aus. Immer erst abgekühlt prüfen.

Kann man verschiedene Lebensmittel gleichzeitig dörren?

Ja, wenn sie ähnliche Temperaturen brauchen. Zwiebeln und Knoblauch aber nie zusammen mit Obst, sie geben ihr Aroma ab.

Warum dauert es bei mir länger als in der Tabelle?

Meist sind die Scheiben dicker, die Gitter sehr voll oder der Raum ist feucht und kühl.

Welche Temperatur gilt beim Dörren für Gemüse und Obst?

Beides liegt bei 50 bis 60 °C. Gemüse verträgt den oberen Bereich gut, Obst dörrst du wegen des Fruchtzuckers besser bei 55 °C, sonst wird es dunkel und hart. Zwiebeln und Knoblauch sind die Ausnahme mit 40 bis 45 °C.

Wie lange dörren Äpfel im Vergleich zu Pflaumen?

Apfelringe mit 3 bis 4 mm sind nach 6 bis 8 Stunden fertig, halbierte Pflaumen brauchen 12 bis 24 Stunden. Der Unterschied kommt vom Wassergehalt und von der geschlossenen Haut, deshalb legst du Pflaumen immer mit der Schnittfläche nach oben.

Muss ich Gemüse vor dem Dörren blanchieren?

Pflicht ist es nur bei Bohnen, Erbsen, Mais und Brokkoli, dort erhält es Farbe und Geschmack. Karotten, Zucchini, Paprika und Tomaten kannst du roh dörren. Nach dem Blanchieren gut abtropfen lassen, sonst verlängert das Restwasser die Dörrzeit um ein bis zwei Stunden.

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